Sehenswürdigkeiten

Rundgang Nr. 1 -

Hauptplatz Přemysl Otakar II. – St. Nikolaus-Kirche – Schwarzer Turm – Straße Kněžská - ehemalige Kirche St. Anna – Südböhmisches Museum – Südböhmisches Theater – Straße Dr. Stejskala

Rundgang Nr. 2 -

Hauptplatz Přemysl Otakar II. – Straße Krajinská – Masné Krámy (Fleischbänke) – Straße Hroznová – Piaristenplatz – Straße Česká – Rabensteiner Turm – Gasse Panská – Blinder Arm der Maltsch – Eiserne Jungfrau – Straße Biskupská 


Rathaus Besichtigung


 

RUNDGANG Nr. 1:

Hauptplatz Přemysl Otakar II. – St. Nikolaus-Kirche – Schwarzer Turm – Straße Kněžská -  ehemalige Kirche St. Anna – Südböhmisches Museum – Südböhmisches Theater – Straße Dr. Stejskala

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Der Hauptplatz, der nach Přemysl Otakar II. benannt ist, bildet seit Anbeginn das natürliche Zentrum der Stadt und hat einen fast quadratischen Grundriss von  132 x 137 Metern. Nach der Gründung der Stadt fanden hier hauptsächlich Märkte statt, später war er Zeuge aller wichtigen Ereignisse der Stadt. Der Umfang des Marktplatzes wird von 48 historischen Häusern gesäumt, von denen das wichtigste das Rathaus ist. Seine repräsentative Gestalt sollte die Bedeutung der Stadt widerspiegeln. Die heutige Gestalt des historischen Rathauses im Barockstil stammt aus den Jahren 1727-30 vom Baumeister A. E. Martinelli. Der monumentale Giebel wird durch drei Türme potenziert, von denen der mittlere höchste mit einem Glockenspiel aus dem Jahre 1995 versehen ist. Die vier allegorischen Statuen auf der Attika des Rathauses stellen die bürgerlichen Tugenden Gerechtigkeit, Tapferkeit, Weisheit und Vorsicht dar. Die gegliederte Fassade trägt über dem mittleren Fenster das Stadtwappen, umgeben von den Landeswappen Mährens, Böhmens und Schlesiens. Im Innern ist der erhabenste Raum, der Zeremoniensaal, dessen gewölbte Decke von Fresken aus dem Jahre  1730 geschmückt wird, die das biblische Salomonische Gericht veranschaulichen.

In der Mitte des Marktplatzes steht eines der Symbole der Stadt, der barocke Samson-Brunnen. Er entstand in den Jahren 1721-26 und wurde durch den Steinmetz Zachariáš Horn errichtet, wobei der bildhauerische Schmuck durch Josef Dietrich geschaffen wurde. Auf dem Gipfel befindet sich die Statue des biblischen Samson, der mit einem Löwen ringt. Der Brunnen gehört zu den größten in Böhmen und umfasst ca. 200 m3 Wasser. Ein Stück vom Brunnen entfernt finden wir den sog. Irrstein, der mit einem Kreuz gekennzeichnet ist. In der Vergangenheit befand sich hier die Hinrichtungsstätte, wobei heute an ihn die Sage geknüpft ist, dass derjenige, der ihn nach der zehnten Abendstunde überschreitet, den Weg nach Hause nicht findet und bis zum Morgengrauen durch die Stadt irrt.

Vom Hauptplatz geben wir uns zur Kathedralkirche St. Nikolaus, zu einem ursprünglich gotischen  Bauwerk aus dem 13. Jahrhundert. Dieses brannte jedoch im 17. Jahrhundert aus, sodass die heutige Gestalt der Kirche barock ist. Im Giebel der Kirche befinden sich drei Statuen, der Hl. Wenzel, der Schutzpatron des böhmischen Landes, der Hl. Nikolaus, der Schutzpatron der Budweiser Diözese, und der Hl. Auratian, der Schutzpatron der Stadt České Budějovice. Das Interieur der Kirche ist einfach eingerichtet. Wichtigster Bestandteil der Einrichtung ist der Hauptaltar aus dem 18. Jahrhundert mit dem Bildnis des Hl. Nikolaus.

Neben der Kirche steht ein weiteres Symbol der Stadt České Budějovice, der 72 Meter hohe Schwarze Turm, der von den Besuchern wegen des einzigartigen Ausblickes von der Balustrade auf die Stadt und die Umgebung aufgesucht wird. Der Gotik-Renaissance-Turm wurde im Jahre 1577 fertiggestellt und diente als Glocken- und Wachturm. Im Turm befinden sich 6 Glocken, die schwerste ist die Glocke Bumerin, die 3.429 kg wiegt.

Vom Schwarzen Turm aus begeben wir uns in die Straße U Černé Věže (Am Schwarzen Turm), wo zwei Gebäude bemerkenswert ist. Das eine ist das architektonisch wertvolle  Wortner-Haus, dessen Giebel einen Zinnenkranz und Ecktürmchen zieren. Errichtet wurde es zur Mitte des 16. Jahrhunderts in einem Stil mit dem Bekenntnis zur Gotik und zur beginnenden Renaissance. Heute befindet sich hier der Sitz der Südböhmischen Aleš-Galerie. Gegenüber befindet sich das Kaufhaus U Hájíčků (Bei Hájíček) im Jugendstil aus dem Jahre 1911. Wir kehren zum Schwarzen Turm zurück und gelangen durch die Straße Hroznová in die Straße Kněžská, wo an der Ecke zur Straße Kanovnická das Kneissl-Haus steht, das von den ältesten Renaissance-Sgraffiti in der Stadt geschmückt wird. Gegenüber dem  Kneissl-Haus steht die Barockkapelle Todesängste des Herrn, der heute den griechisch-katholischen Gläubigen dient. Durch die Straße Kněžská gelangen wir zur ehemaligen Kirche St. Anna mit dem Kapuzinerkloster, welches zu Beginn des 17. Jahrhunderts Königin Anna bei ihrem Besuch der Stadt Budweis errichten ließ. Heute dient es als Konzertsaal Otakar Jeremiáš. An die Kněžská knüpft die Straße Dukelská an, an deren Beginn das repräsentative Gebäude des Südböhmischen Museums im Stile der Neorenaissance steht, das im Jahre 1903 eröffnet wurde. Im Museum können wir eine ständige Ausstellung besuchen, die der Geschichte, der Heimatkunde und der Natur Südböhmens gewidmet ist, sowie auch thematische Ausstellungen. Neben dem Museum ist in gleichem Stile das Haus der Kultur  Slavie errichtet, welches direkt am Ufer des Flusses Maltsch (Malše) ebenso wie das Empire-Gebäude des Südböhmischen Theaters in seiner Nachbarschaft steht. Der ursprüngliche Bau stammt aus dem Jahre 1819, wobei er im Jahre 1990 das letzte Mal umgebaut wurde.

Im Giebel sehen Sie die Büste von Josef Kajetán Tyl, die daran erinnert, dass er hier zum letzten Mal in seinem Leben spielte. Auf der anderen Seite des Theaters steht das Denkmal zu Ehren von Ema Destinnová, der weltbekannten Opernsängerin, die im Jahre 1930 in  České Budějovice verstarb. Am Theater vorbei setzen wir unseren Weg durch die Straße Dr. Stejskala zurück zum Hauptplatz fort.

RUNDGANG NR. 2:

Hauptplatz Přemysl Otakar II. – Straße Krajinská – Masné Krámy (Fleischbänke) – Straße Hroznová – Piaristenplatz – Straße Česká – Rabensteiner Turm – Gasse Panská – Blinder Arm der Maltsch – Eiserne Jungfrau – Straße Biskupská

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Vom Hauptplatz Přemysl Otakar II. begeben wir uns in die Straße Krajinská, wo wir an der Ecke des Hauptplatzes zunächst auf das Mallner-Haus mit gotischen Elementen an der Fassa-de stoßen. Schräg an der gegenüberliegenden Ecke ist das Puklice-Haus mit einem Ecktürm-chen, in welchem im Jahre 1467 der Bürgermeister Ondřej Puklice von Vztuhy ermordet wurde. Nach einer Weile stoßen wir auf eines der bekanntesten Denkmäler der Stadt – die ehemaligen Fleischbänke (Masné krámy). Kaiser Karl IV. verfügte im Jahre 1364, den Fleischverkauf vom Hauptplatz in ein gemauertes Gebäude zu verlegen. Die heutige Gestalt im Renaissancestil stammt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. In den 50er Jahren des vergan-genen Jahrhunderts wurden die Fleischbänke nicht mehr als Markthalle genutzt, und es wurde hier das berühmte Restaurant errichtet.


An der Ecke der Straßen Krajinská und Hroznová steht das monumentale Palais der Komerč-ní banka (Kommerzbank) aus den Jahren 1912-13, überwiegend im Jugendstil. An der rei-chen Ausgestaltung des Interieurs hatten seinerzeit bedeutende bildende Künstler Anteil. Wei-tere Häuser in der Straße Krajinská haben überwiegend klassizistische Fassaden mit Renais-sance- oder sogar gotischen Kernen. Erwähnenswert ist das sehr hübsche Zátka-Haus im Re-naissancestil aus dem 16. Jahrhundert, die Geburtsstätte von JUDr. August Zátka, eines füh-renden hiesigen Politikers und Patrioten, heute ein Hotel.
Wir begeben uns ein Stückchen durch die Straße Hroznová und gelangen zum Piaristenplatz, wo uns architektonische Kostbarkeiten erwarten. Es handelt sich vor allem um das Areal des Dominikanerklosters mit der Kirche Mariä Opferung. Diesen Ort erhielt der Dominika-nerorden gleich nach der Gründung der Stadt im Jahre 1265, indem er hier über 500 seinen Sitz hatte. Anschließend war hier der Orden der Piaristen und schließlich der Redemptoristen. An der baulichen Gestalt haben mehrere Baustile ihren Anteil, hauptsächlich jedoch die Go-tik. Im 14. Jahrhundert wurde die Kirche mit farbigen Fresken aus dem Leben der Heiligen geschmückt. An die Kirche liegt der gotische Kreuzgang mit dem Paradiesgarten an. Das Kloster ist von einem Garten mit Barockstatuen von Josef Dietrich umgeben. In der Mitte des 15. Jahrhunderts wurde der Klosterturm errichtet, der sog. "Weiße Turm".
Ein weiteres bedeutendes Denkmal auf dem Piaristenplatz ist das ehemalige städtische Zeughaus, das wir an dem hohen stufenförmigen Giebel gotischen Stils erkennen. Das Ge-bäude diente auch als Getreidespeicher und Salzlager. Dahinter, etwas versteckt, ist eine po-lygonale Bastei, einst Bestandteil der Stadtbefestigung. Heute befindet sich hier eine Galerie.
Vom Piaristenplatz begeben wir uns in die malerische Straße Česká, wo wir fast über die ge-samte Länge die erhaltenen Arkaden der Bürgerhäuser erblicken. Zum Ende biegen wir links ab und vor uns erhebt sich die Dominante des Rabensteiner Turms, der ebenfalls Bestandteil der Stadtbefestigung war. Ursprünglich aus dem 14. Jahrhundert stammend, wurde er im 16. Jahrhundert in seiner heutigen Gestalt umgebaut. Vom Turm aus gehen wir durch die abge-schiedene Gasse Panská ulice, wo wir im Innern des Hauses Nr. 14 eine erhalten gebliebene gotische hölzerne Zimmerung sehen können. Von der Gasse Panská kommen wir zum Ufer des Blinden Arms der Maltsch hinter dem Dominikanerkloster und bei einem Blick über den Fluss sehen wir die Sokol-Insel mit der Sokol-Halle, der Schwimmhalle und weiteren Mög-lichkeiten der Erholung und des Sports.


Wir setzen unseren Weg entlang des Blinden Arms vorbei an einem Teil der erhaltenen Stadtmauern fort, hinter denen sich der nicht zugängliche bischöfliche Garten mit dem Turm Otakarka befindet. Der weitere Mauerturm Eiserne Jungfrau stammt aus dem 14. Jahrhun-dert und ist nach einem Foltergerät benannt, das hier befindlich gewesen sein soll, wobei an ihn verschiedene Legenden geknüpft sind.
In der Nachbarschaft dieses Turms ist die Eiserne Brücke, von der aus wir gut den Zusam-menfluss der Maltsch mit der Moldau sehen können, wobei linkerseits der Park Háječek be-ginnt. Freunde der Beobachtung des Weltalls besuchen hier die Sternwarte und das Plane-tarium. Hinter der Brücke links am Zátka-Ufer ragt das Gebäude des Justizpalastes empor. Am Ufer befinden sich zwei Statuen - der Hl. Jan aus Nepomuk und die Budweiser Madonna, Beschützerin der Stadt.
Wir gehen von der Brücke aus durch die Straße Biskupská, wo wir die bischöfliche Residenz sehen. Das Barockobjekt aus dem 18. Jahrhundert dient heute als Sitz des Bischofs und Ver-waltungsgebäude der Budweiser Diözese.
Von dieser Straße geht die Straße Široká aus, wo sich altehrwürdige Bürgerhäuser mit einem gotischen Kern und klassizistischen Fassaden befinden.
Die Straße Biskupská führt uns zurück auf den Hauptplatz. Sofern wir an der Ecke links ab-biegen, gelangen wir durch die Straße Radniční (Rathausstraße) in die Straße Česká, wo wir auf Reste des Salzlagers neben dem Gebäude des Gymnasiums stoßen. Salz wurde nach České Budějovice (Budweis) zunächst mit Pferdegespannen befördert, später per Schiff und noch später mit der Pferdeeisenbahn. Die Pferdeeisenbahn führte gerade durch die Straße Česká, wobei hieran auch das klassizistische Nissl-Haus an der Ecke zum Piaristenplatz erin-nert, wo sich die Kasse für den Personenverkehr, der Bahnsteig und die Büros befanden.

RATHAUS BESICHTIGUNG

Alle Informationen über Rathaus Besichtigung finden Sie hier:

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